
Donnerstag, 4. Juni – Fronleichnam
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Etwas goldener Staub
Aus einem Hymnus des Thomas von Aquin:
Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.
Ein Impuls
Heute ist Fronleichnam, Tag des Brotes, das mehr ist als Brot. Thomas von Aquin hat es in seiner Hymne versucht, in Worte zu fassen. Der große Theologe kommt hier an die Grenzen seines Denkens, weil er spürt, dass Gott viel größer ist. Das ist das Paradoxe an Fronleichnam: In der Monstranz, im Brot, ist Gott gegenwärtig, und doch viel viel größer. Er ist auch in der kleinen Blume, die in der Ritze des Asphalts blüht, er ist in jeder und jedem von uns, tief verborgen, mehr, als wir je begreifen können. Gott ist da, das ist das Wunder.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Außen: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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