
Sonntag, 19. Juli
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Strassenkunst
In der Kirche von Le Treport erinnern nicht nur die Fischernetze an das Meer und die Tätigkeit vieler Menschen. In fast allen Kirchen an der Küste finden sich Hinweise auf das Meer, den Fischfang und die Seefahrt. Oft werden Schiffsmodelle ausgestellt, die bei der Prozession zur Segnung des Meeres getragen werden. Auch die Namen der Kirchen spiegeln das Meer und seine Gefahren: Petrus, der Fischer, Notre Dame du bon port, Unsere liebe Frau des guten Hafens, oder Notre Dame du Secours, Unsere liebe Frau der immerwährenden Hilfe. Gedenktafeln der vermissten Seeleute sind an den Wänden angebracht und Votivtafeln für die Rettung aus Seenot. In Le Treport ist hoch oben im Altarraum ein Gemälde angebracht, das dramatisch die Stillung des Seesturms zeigt, und zwar genau den Moment, in dem Jesus den Wellen und Wind gebietet, also mitten im Sturm, der das Boot hin und her wirft.
Ein Impuls
Wie nah Jesus bei den Menschen war und ist, an der Küste ist es spürbar. Und es gilt nicht nur für jene, die zur See fahren. Mein Metier, das, was wir tun, hat Verbindung zu ihm. Die Stillung des Seesturmes, wo die Jünger in Todesangst zu Jesus rufen und er die Wellen und den Wind beruhigt, erzählt davon, dass Jesus dort ist, wo wir sind, auf einem aufgewühlten Meer, hinter einem ermüdenden Schreibtisch, im ganz banalen Alltag. Es geht um Dasein, und zwar zuerst von ihm her. Die Fischer drücken es aus, indem sie Netze in ihre Kirche spannen. Was würdest du anbringen?
Verweilen in der Gegenwart
Sonntagszeit: Gönne dich dir selbst. Sei einfach du und einfach da.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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