22.7.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Claude Monet, Berthe Morissot, und viele weitere Künstlerinnen und Künstler zog es an die Alabasterküste, um dort zu malen. Sie stellten die Staffelei auf und fingen auf ihren Bildern den Eindruck von Wellen, Felsen, Farben und Licht ein. Bei einer Wanderung oben entlang der Steilküste in Richtung Etretat konnte ich eine Ahnung bekommen, was die Impressionisten so fasziniert haben mag. Es ist nicht nur die grandiose Landschaft, die das Meer und der Wind in die Steilküste modelliert haben. Da ist das Blau des Meeres, das mal tiefblau, mal türkis und auch milchig getrübt erscheint. Darauf die weißen Schaumkronen auf den Wellen. Die Kreidefelsen der Küste ändern ihre Farbe, je nach Sonneneinstrahlung. Ich hatte Glück und der Wind trieb immer wieder Wolken vor die Sonne und wieder weg, so dass ich diesen faszinierenden fließenden Lichtwechsel beobachten konnte. Eine Sinfonie aus Licht.

Ein Impuls

In welchem Licht erscheinen mir die Dinge des Lebens? Das habe ich oft nicht in der Hand, so wie die Sonne scheint oder auch nicht scheint. Der Alltag gleicht oft einer gleichmäßigen Beleuchtung, die nicht weiter auffällt. Um so mehr ist es gut, ab und zu wenigstens in einem anderen Licht zu schauen. Ganz konkret: Das Lichtspiel bewusst wahrnehmen: Ein Blatt, das im Wind flattert und immer unterschiedlich angestrahlt wird, Reflexionen in einer Scheibe oder einem Regentropfen. Vielleicht ist heute Gelegenheit, auf Lichtimpressionen zu achten. Und wenn du magst, kannst du einen Vers aus Psalm 36 hinzunehmen: In deinem Licht schauen wir das Licht.

Verweilen in der Gegenwart

Bei sich sein: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.