8.5.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast von Ostern bis Pfingsten

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Etwas goldener Staub

Aus dem Johannesevangelium: Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

Ein Impuls

8. Mai, Kriegsende. Lange ist es her und doch so gegenwärtig in einer Zeit, in der Krieg wieder zu einem Mittel der Politik wird. Die Zusage des Friedens und die Ermutigung, sich nicht zu fürchten, durchzieht alle Ostergeschichten. Wenn man noch weiter schaut, ist es ein roter Faden in der Bibel. Frieden hinterlasse ich euch. Bei der amerikanischen Autorin Diana Butler Bass habe ich diesen Goldstaub gefunden, als Impuls für heute an diesem geschichtlichen Tag:

Ich kann es nicht erklären. Ich weiß nur, dass es richtig ist. Und ich spüre es. Wenn ich Angst habe, atme ich. Mein Atem. Heiliger Atem. Geistiger Atem. Das Ein, Aus, Ein, Aus, Ein, Aus des Lebens. Mein Herz verlangsamt sich und öffnet sich, schafft Raum für den anderen, gibt der Liebe Raum. Ein, Aus, Ein, Aus. Atme Frieden ein. Atme Liebe aus … Ich denke an die ersten Worte der Heiligen Schrift, wie „am Anfang“ nichts als Chaos herrschte. Dann hauchte Gott …
Ostern begann in Verwirrung und Schrecken hinter einer verschlossenen Tür. Nun findet es einen stillen Abschluss im Atmen … Vielleicht ist es das, was mit Auferstehung gemeint ist. Aus der lähmenden Last der Angst zur Liebe auferweckt zu werden.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.