
Freitag, 19. Juni
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Etwas goldener Staub
„Aufgrund der Vorfahrt eines anderen Zuges verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten.“ So lautet in schöner Regelmäßigkeit die Durchsage in der S Bahn, in der ich sitze. Ich hatte Glück, sie zu bekommen. Sie war verspätet und eigentlich fährt der Zug eine andere Strecke, nur heute nicht. Fast an jedem Bahnhof kommt diese Durchsage. Wir stehen noch einen Moment länger und fahren dann doch los. Der Zug mit der Vorfahrt taucht nicht auf. So komme ich mit Verspätung an, aber eigentlich doch nicht, weil in meinem persönlichen Fahrplan es ja passte.
Ein Impuls
„Aufgrund der Vorfahrt eines anderen Zuges verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten.“ Das könnte auch eine gute Durchsage bei der Meditation sein, denke ich im Zug. Da gibt es Gedanken und Zerstreuungen, die die Vorfahrt beanspruchen. Erst muss das noch bedacht werden, dorthin abschweifen, und dann geht es weiter. Doch haben sie immer Vorfahrt? Sind sie nicht wie jener Vorfahrtszug, der nicht kam? Sie lassen kurz noch anhalten, doch dann geht es weiter. Vielleicht ein tröstlicher und hilfreicher Gedanke, wenn die Meditation mal wieder zu stocken scheint.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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