
Donnerstag, 18. Juni
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Etwas goldener Staub
Das Schreiben einer Predigt ist ein kreativer Prozess, mit all seiner Freude und all seinem Frust. Mal sitze ich vor dem Bildschirm und es will sich so gar keine Idee einstellen. Ein anderes Mal ist sofort eine Idee da und es fließt. Sehr oft verbindet sich beides und ich probiere ein wenig herum, wie wenn man einen Knoten lösen will. Erst zieht es sich zusammen und irgendwann fließt es aus der Feder bzw. der Tastatur. Und noch eine andere Weise gibt es: Ein paar Tage vorher stellt sich eine vage Idee ein. Da ist eine Ahnung, wie es gehen könnte. Wenn ich zu früh mich hinsetze, bleibe ich nach ein paar Sätzen stecken. Wenn ich dem ersten Gedanken jedoch Raum und Zeit gebe, dann entsteht daraus etwas. Für kommenden Samstag ist es so. Eine Idee ist. Jetzt muss sie gehen, wie ein guter Teig.
Ein Impuls
Ein erster Gedanke kann wie goldener Staub sein. Er ist noch flüchtig, doch wenn er konkreter wird, kann sich etwas entwickeln und schön werden. Nicht immer kommt etwas Brauchbares heraus, aber manchmal eben schon. Es geht darum, es wachsen zu lassen und dem unfertigen Gedanken trauen.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Außen: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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