Lukas – Tagebuch eines Landarztes (22.9.2021)

Mittwoch, 22. September

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Der Text: Lk 8, 29 – 30
Jesus hatte nämlich dem unreinen Geist befohlen, den Mann zu verlassen. Denn schon seit Langem hatte ihn der Geist in seiner Gewalt; und er war gebunden mit Ketten und Fußfesseln und wurde gefangen gehalten. Aber immer wieder zerriss er die Fesseln und wurde von dem Dämon in menschenleere Gegenden getrieben. Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Legion. Denn er war von vielen Dämonen besessen. verlassen.

Ein Impuls
Den Dämon wegsperren gelingt nicht. Er kommt immer wieder heraus und führt den Menschen in Gegenden ohne Menschen. Der Dämon sucht die Einsamkeit. Vielleicht weil menschliche Nähe ihn wirklich fesseln könnte. Das legt zumindest das Handeln Jesu nahe: Er weicht nicht aus, er holt keine besseren Ketten, sondern stellt sich dem Menschen und seinen Dämonen. Er sagt ihnen, dass ihr Platz nicht dort ist. Er scheucht die Dämonen fort und nicht den Menschen. Ja, er spricht ihn an. Das ist der Moment, wo der Dämon, gleich wie viele es sind, gebannt ist. Er muss seinen Namen sagen und Jesus so die Macht geben. Ein Dämon, der einen Namen hat, verliert – zumindest ein wenig – seine Macht. Das ungute Gefühl, die innere Unruhe, Traurigkeit, Euphorie, die Stimmungen und auch die äußeren Einflüsse, die uns mitunter umtreiben, wenn sie benannt werden können, dann sind sie immer noch da, aber sie verlieren etwas von ihrer Macht.

Der Weg in die Gegenwart
Sich einen ruhigen Moment gönnen und auf den Tag schauen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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