
Mittwoch, 15. April
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Etwas goldener Staub
Mal Sonne, mal Regen, so ist der April. Ich hatte Glück und habe einen Sonnentag erwischt, als ich draußen war. Die Bäume stehen in Blüte und der Wind trägt verschiedene Düfte herbei. Auch die Blütenblätter schweben durch die Luft, bevor sie sich wie ein Teppich auf den Boden legen. Der Frühling streut Goldstaub.
Ein Impuls
Ich kann den Duft nicht festhalten. Man kann ihn auch nicht machen, denn der Duft, der aus einer Spraydose kommt, bleibt künstlich und ist zu intensiv. Der Blütenduft ist zart, wie auch die Blüten zart sind. Nur so können beide schweben. So werden sie zu einem Gleichnis von Gottes lebendigen Geist. Er ist zart, nicht greifbar. „Verschwebendes Schweigen“ übersetzt es Martin Buber einmal. Im Gebet und der Meditation ist gerne der Wunsch da, dass es intensiver sein solle. Vielleicht ist in solchen Situationen das Bild der schwebenden Blüte eine Hilfe und Ermutigung, es in der Schwebe zu belassen.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Innen: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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