
Donnerstag, 16. April
Audio
Etwas goldener Staub
Gestern war ich mit dem Auto in Frankfurt unterwegs. Normalerweise mache ich das nicht, aber ich hatte einige Sachen zu transportieren, die für das Fahrrad zu sperrig und zum Tragen zu schwer waren. So stehe ich an der Konstablerwache an der Ampel, die ich sonst zu Fuß überquere. Die Grünphase für die Fußgänger ist lang. Das Radio spielt „Belong together“ von Marc Ambor. Interessant, wie die Musik meine Wahrnehmung beeinflusst. Die Leute gehen einfach über die Straße und zugleich scheint die Musik – obwohl sie das natürlich nicht tut, so laut habe ich das Radio nicht gestellt – ihren Schritt zu beeinflussen, etwas leichter zu machen. Belong together – zueinander gehören, wie passend, denke ich.
Ein Impuls
Es gibt vieles, was die Wahrnehmung beeinflusst: Stimmungen, Einflüsse von außen, seien sie schön oder anstrengend, das Wetter, Vorstellungen, wie es etwas sein muss … Das ist auch nicht einfachhin schlecht, weil es auch ein Filter sein kann, der mir hilft, mich in der Situation besser zurechtzufinden. Es lehrt auch Demut, die eigene Wahrnehmung zu relativieren. Und es kann Neugier und Offenheit auf Gottes Geist wecken, der mitunter der eigenen Wahrnehmung einen kleinen Schubs gibt und die Dinge noch einmal anders sehen lässt. Auch das ist Goldstaub des Lebens.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Außen: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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