
Donnerstag, 6. August
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Strassenkunst
In der Kirche von Dieppe hängen auch Netze. Doch ausnahmsweise sind es keine Fischernetze, obwohl es doch eine Hafenstadt ist. Diese Netze schützen die Menschen, die die Kirche aufsuchen, vor herabfallenden Steinen und Putz aus dem Gewölbe. Kleine und größere Brocken haben sich dort verfangen. Doch das Netz fängt nicht nur den Staub. Aus den bunten Fenstern, die den Krieg überlebt haben, fällt das Licht ebenso auf das Netz und im Staub finden sich leuchtende Farben.
Ein Impuls
Auch im Staub fängt sich das Licht. Im Schutznetz der Kirche von Dieppe habe ich ein Wort von Madeleine Delbrêl sozusagen dreidimensional und in Schönheit gesehen: Zeitstaub. Sie empfiehlt denen, die kaum Zeit haben für das Gebet und für Innehalten, den Zeitstaub des Tages zusammenzukehren und so vielleicht doch 5 Minuten zu finden. Oder eben etwas Licht, das sich verfängt.
Verweilen in der Gegenwart
In der Welt sein: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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