22.9.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast im Herbst

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Etwas goldener Staub

Der Herbst zieht langsam ein, auch auf meinem Balkon. Noch blühen die Blumen, die über den Sommer üppig gewuchert sind. Doch eine Rose hat schon beschlossen, dass es Herbst ist und auch die Erdbeeren in ihrem kleinen Kasten scheinen Braun anzusetzen. Ob die Erdbeeren auch nächstes Jahr bleiben sollen, frage ich mich am Morgen. Als ich abends nochmal auf den Balkon und zu den Erdbeeren gehe, sehe ich, dass sie blühen und Frucht angesetzt haben. Als ob sie meine Gedanken geahnt hätten, schicken sie mir eine kleine Verheißung des Frühlings.

Ein Impuls

Der Goldstaub war sozusagen der Blütenstaub der Erdbeeren. Es gibt ein Gleichnis Jesu dazu: Die Erdbeeren vertritt in diesem Fall ein Feigenbaum, der keine Frucht bringt. „Hau ihn um“ sagt der Winzer zu seinem Knecht. Doch dieser wirbt für den Baum. Er solle noch eine Chance bekommen. Umhauen kann man ihn immer noch. Ich gebe den Erdbeeren eine Chance.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.