25.8.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Die Wespe auf dem Balkon bekommt meine Aufmerksamkeit. Aber nicht, weil sie einen mit ihrem Flug nervt, ganz im Gegenteil. Vor dem bunten Streifenvorhang fliegt sie senkrecht hoch und runter. Dabei verbreitet sie keine Hektik, sondern schwebt mal nach oben, mal nach unten. Eine Wespenmeditation.

Ein Impuls

Die Seele taucht ein in das Geheimnis und fährt wieder hoch, mal schwebt sie oben, mal berührt sie jene Sphäre des Göttlichen, die immer da ist, die wir aber nicht von uns aus erreichen können. Wie der Atem in den Körper hineingeht und wieder aufsteigt, so flog diese Wespe. Wohin ich in der Meditation gelange, weiß ich nie vorher. Doch selbst, wenn ich glaube, nichts anderes zu tun als eine Wespe, die einen bunten Vorhangstreifen entlangfliegt, tue ich wohl für einige Gegenwartsaugenblicke.

Verweilen in der Gegenwart

Der konkrete Ort: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.