26.8.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Begegnungen am Sonntag: Ein Obdachloser schiebt seinen Einkaufswagen über den Bahnsteig und stellt die Frage nach dem Euro. Einige Hände tun sich auf. Eine dunkelhäutige Frau mit drei Mädchen, zwei scheinen Zwillinge zu sein, sitzt auf der Bank in der S-Bahn-Station. In ihrem chicen Sonntagsstaat sehen die vier sehr schön aus und bringen etwas Sonntagsfreude auf den neonbeleuchteten Bahnsteig. Im Fahrradabteil der S- Bahn steht die Fahrradvariante eines amerikanischen Straßenkreuzers aus den 50ern: Gold- und chromglänzend mit Strasssteinen und sogar einem Reserverad (natürlich Weißwandreifen). Der Besitzer des Fahrrades lehnt müde in der Ecke.

Ein Impuls

Begegnungen, die sich einfach ergeben haben, ein wenig so, wie Madeleine Delbrêl sie oft erlebt hatte: Die Kneipengänger, die Jahrmarktbesucher, die Arbeiter in der Metro, schrille und müde Typen. „Du willst dort du selbst sein“, sagt sie einmal zu Gott. Unter all diesen Menschen. Vielleicht ist es eine Möglichkeit für heute, die Menschen, die dir begegnen, mit diesen Augen zu sehen. Unter ihnen Gottes Gottes Gegenwart, zwischen schrill und still.

Verweilen in der Gegenwart

Bei sich sein: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.