1.7.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Die Fortsetzung

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Etwas goldener Staub

Die Leinwand von gestern hat sich gefüllt. Nicht jene, die im Anlagenring steht. Bei ihr habe ich nicht vorbeigeschaut, wohl aber auf meinem Balkon. Denn die Blumen bringen unermüdlich Blüten hervor und neue sind hinzugekommen: Die Wasserminze hat blaue Blüten angesetzt und die Tomate gelbe. Die zwei Erdbeerpflanzen tragen rote Früchte und rot strahlt auch eine Rose, die immer etwas Zeit braucht, bis sie blüht. Es ist, als ob Gottes Grünkraft – der Heilige Geist – den Pinsel schwingt und ihn in Farbe und Duft tränkt.

Ein Impuls

Die elementare Lebenskraft bricht sich immer wieder Bahn, oft eher klein und unscheinbar und zugleich kräftig, wie in dem Blühen der Pflanzen. Die Stärke des Lebens, die Schwachheit und Kraft zugleich kennt, durchzieht die Schriften vieler Mystiker. Das Wort „Grünkraft“, „Viriditas“, verdanken wir Hildegard von Bingen. Diese Kraft kommt aus der Ewigkeit und zeigt sich im Kleinen, im scheinbar Alltäglichen. Vielleicht magst du heute besonders auf diese Spuren der Grünkraft achten, im Laufe des Tages oder bei einem Rückblick am Abend.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Innen: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.