
Dienstag, 30. Juni
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Etwas goldener Staub
Am Sonntagabend gehe ich nach dem Gottesdienst in Sankt Ignatius durch die kleine Parkanlage des Anlagenrings zurück. Auch wenn es schon deutlich schwüler ist, tut die Luft gut. Entgegen der herrschenden Meinung, dass Kirchen kühl sind, war es in St. Ignatius 34 Grad warm. So geht es in gemächlichem Tempo heim. Im Gartenhaus findet eine Ausstellung statt, die zum Teil nach draußen unter die Platanen verlegt wurde. Jeweils drei Ständer in der Größe eines Bauzaunes bilden eine dreieckige Ausstellungsinsel. Bei einer ist nur ein Tuch gespannt. Ob mit Absicht oder in Erwartung eines Künstlers weiß ich nicht. Aber die Natur selbst hat schon den Pinsel geschwungen und Sonne und Bäume bringen einen lebendigen Schattenriss auf die Leinwand.
Ein Impuls
Ein neuer Tag, eine neue Leinwand. Welche Linien und Farben werden wohl entstehen? Wird es ein Portrait, abstrakt oder etwas ganz anderes? Was sind meine Pinselstriche, was tragen andere bei und vielleicht gibt es eine Linie von Gott?
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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