28.6.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Die Fortsetzung

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Etwas goldener Staub

Aus dem zweiten Buch der Könige: Eines Tages ging Elíscha nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam. Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist. Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich dorthin zurückziehen.

Ein Impuls

Der Text ist der Anfang der ersten Lesung vom heutigen Sonntag. Sie erzählt von einer Begegnung, die keine einmalige Sache bleibt. Elíscha fühlte sich offensichtlich wohl bei dem Paar und sie richten ihm einen Rückzugsort ein. Es ist eine Erzählung von Gastfreundschaft. Wo erfahre ich Gastfreundschaft und wo schenke ich sie? Ich kann sie mir auch selbst schenken – und auch Gott.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendige Worte. Ein Segen für die Woche, von Hanns Dieter Hüsch:

Im Übrigen meine ich
Dass Gott unser Herr
Uns einen großen Sommer schenke
Den Familien einen Korb voll Ruhe
Und viele hoffnungsvolle Blicke auf Grün und Blau
Wiesen und Wasser und weiße Strände – Leise Monate

Dass er das Geschrei aus der Welt nimmt
Und Stille verordnet
Dazu gehört, dass er den Kriegern das Handwerk
Aus den Händen nimmt
Und denen die ohne Arbeit sind die Hoffnungslosigkeit
Und die Mächtigen nicht zu Mafiosi werden lässt

Alle können wir daran mittun und daran arbeiten
Dass das Leben langsamer verläuft
Dass die Welt alle Aufregung verliert
Und die Menschen sich länger ansehen können
Um sich zu sagen: Wir lieben euch! …

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.