
Donnerstag, 30. Juli
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Strassenkunst
Strandnachmittag bei Ebbe: Man muss ein ganzes Stück über den Strand laufen, um zum Wasser zu kommen. Der Tidenhub beträgt immerhin rund 5 Meter. Dafür wird man mit einem besonders schönen Blick auf den Badeort belohnt mit seiner Backsteinarchitektur aus der Jahrhundertwende, davor die weißen Strandhäuschen, die blauen Sonnenschirme zum Mieten und die vielen bunten, die die Menschen selbst mitgebracht haben. All das sehe ich etwas unscharf und leicht verzerrt, weil ich die Brille zum Schwimmen abgesetzt habe. Vielleicht macht gerade das die Schönheit dieser lebendigen Straßenkunst aus.
Ein Impuls
Schönheit liegt auch im Unvollkommenen. Das ist vielleicht irritierend, leben wir doch in einer Zeit, wo alles perfekt sein soll. Wir suchen die beste Küchenmaschine, das beste Buch, den perfekten Urlaub, die super aufgeräumte Wohnung, natürlich nach der angesagtesten Methode, und so weiter… Auch im geistlichen Bereich gibt es diese Versuchung, nur die beste Gebetsweise zu haben oder auf jeden Fall „richtig“ zu beten. „Das Schwache in der Welt hat Gott erwählt“ schreibt Paulus im 1. Korintherbrief. Das Unvollkommene, das, was nicht perfekt ist, das erwählt Gott. Darin liegt für ihn Schönheit.
Verweilen in der Gegenwart
In der Welt sein: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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