29.7.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Buhnen aus Beton führen am Strand in regelmäßigen Abständen ins Wasser. Sie sehen wie langgezogene, flache Hügel aus und ziehen die Menschen wie magisch an, auf ihnen zu spazieren. Jedoch steht an jeder ein Schild mit dem Hinweis, dass das Betreten, warum auch immer, verboten ist. Gleichwohl ertönt in ebenso regelmäßigen Abständen der Gong mit der Durchsage der Rettungsschwimmer. „Meine Damen und Herren, der Poste de Secours bittet um Ihre Aufmerksamkeit. Das Betreten der Buhnen, das sind die langen Betonbauten, ist strengstens verboten. Danke, dass sie sie verlassen.“ Natürlich auf Französisch. Es ist fast immer der gleiche Text, vielleicht mit einem leicht genervten Unterton und zugleich auch geduldig.

Ein Impuls

Natürlich ist es lästig, immer wieder auf die gleiche Sache hinweisen zu müssen. Das Merkwürdige ist, je mehr ich es lästig finde, desto lästiger wird es. Madeleine Delbrêl kommt immer wieder auf diese lästige Alltäglichkeit zu sprechen: Oft ist das Einzige, was sich sicher einstellt, eine regelmäßige Müdigkeit aufgrund derselben Arbeit, die jeden Tag zu tun ist, desselben Haushalts, der wieder zu bewältigen ist, derselben Fehler, die wir bekämpfen, derselben Dummheiten, die wir unterlassen wollen. Das ist so und zugleich ist es für Madeleine wie ein Sprungbrett, weil sie weiß, dass in dieser Alltäglichkeit, die manchmal einen leicht genervten Unterton hat, auch Gottes Ewigkeit liegen kann. Aber außerhalb dieser Gewissheit ist alles Übrige deiner Phantasie überlassen, o Gott, die es sich bei uns gemütlich macht.

Verweilen in der Gegenwart

Bei sich sein: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.