
Freitag, 31. Juli
Audio
Strassenkunst
Straßenkünstler ganz eigener Art waren vorgestern am Werk. Der Poste de Secours, die Rettungsstation, hat mehrfach eine Durchsage gemacht, die nicht das Betretungsverbot der Buhnen betraf. Nach und nach habe ich mir entschlüsselt, worum es geht: Der Strand jenseits der Segelschule sei gesperrt für eine „operation …“ – und dann habe ich das Wort nicht verstanden. Irgendetwas wurde also unternommen. Da ich weit von der Segelschule meinen Platz aufgeschlagen hatte und auch alle anderen Badegäste im Sonnen und Baden weitermachten, machte ich mir keine Gedanken. Am Abend dann bekam ich die Auflösung, um welche „Operation“ es sich handelte. Zwei Kleintransporter fahren die Straße hoch, die vom Strand kommt. Sie gehören zur französischen Marine und tragen die Aufschrift „Deminage“ – Minenräumung. Ob Übung oder Ernstfall weiß ich nicht. Auf der Internetseite der Stadt wird erwähnt, dass im April eine ähnliche Aktion stattgefunden hat. Ich schlucke.
Ein Impuls
Bis heute wird bei uns immer wieder ein Viertel geräumt, wenn ein Blindgänger gefunden wurde. Die Strände der Normandie waren Schauplätze erbitterter Kämpfe und in fast jedem Ort gibt es Gedenkstätten für die Alliierten Soldaten wie auch die unzähligen Opfer des ersten Weltkrieges. Sollte es nicht eine Mahnung sein? Den Mächtigen auf alle Fälle. Mir kommt ein Gebet in den Sinn, es stammt wohl us Frankreich, um 1913, wird gerne dem heiligen Franziskus zugeschrieben. Für uns, die „einfachen Leute“ – und für alle anderen auch: Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Verweilen in der Gegenwart
Das Weltgeschehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.