
Sonntag, 7. Juni
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Etwas goldener Staub
Auf meinem Balkon steht in einem Topf eine junge Tomatenpflanze. Ich habe sie geschenkt bekommen und hege und pflege sie, dass sie wächst. Sie ist auch schon ein ganzes Stückchen gewachsen. Mit ihr zeigte sich ein anderes Grün. Erst dachte ich, dass sich da etwas ausgesät hat, was gerne „Unkraut“ genannt wird. Doch die Blätter, die sich nun formen, schauen verdächtig nach Salat aus. Die beiden scheinen nichts gegeneinander zu haben, und so dürfen beide wachsen. Vielleicht bekomme ich ja zur Tomate einen Salat.
Ein Impuls
Es wachsen lassen, nicht gleich rausreißen, das durchzieht eine ganze Reihe der Gleichnisse Jesu. Wir wissen nicht immer, ob es wirklich Unkraut ist. Oder ob es noch eine Chance hat. Jesus schaut sozusagen mit dem Blickwinkel der Ewigkeit auf die Dinge. Er hat den längeren Atem. Das ist nicht die Einladung, die Hände in den Schoß zu legen. Es lehrt aber, die eigene Meinung und Erkenntnis nicht für die einzig mögliche zu halten.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendige Worte. Ein Segen für die Woche, nach Jan Richardson:
Es wird dich überraschen,
wie weit sich dein Herz öffnet
im Willkommen
für die Freude,
die dich so bereit
findet
und zugleich immer noch
unvorbereitet.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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