
Sonntag, 31. Mai
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Etwas goldener Staub
Vor einigen Jahren hat der amerikanische Franziskaner und Kontemplationslehrer Richard Rohr ein Buch mit dem Titel „The divine dance“ – der göttliche Tanz herausgebracht. Es ist eine Näherung an das Bekenntnis des dreifaltigen Gottes. Er gebraucht das Bild des Tanzes. Der Raum, der in Gott ist, wird vom Tanz der göttlichen Personen erfüllt, und wir sind eingeladen. Dreifaltigkeit ist der Tanz Gottes, ein leicht anderer Gedanke zum heutigen Sonntag, der „Dreifaltigkeitssonntag“ heißt.
Ein Impuls
Der Tanz in den Armen Gottes, das ist auch ein Bild, das Madeleine Delbrêl gebraucht. Tanz können die großen Bewegungen auf der Tanzfläche sein, das kleinere Wiegen zur Musik oder auch die Schritte, die einem unbeholfen vorkommen. Doch das macht nichts. Gott greift auch den unbeholfenen Tanz auf. Und wenn den Beinen so gar nicht nach Tanz zu Mute ist oder es ihnen zu schwer ist, dann kann doch die Seele tanzen, in der ganzen Bandbreite von virtuos bis stolpernd.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendige Worte. Ein Segen für die Woche:
Inmitten der Heiterkeit dessen, was dein Wille ist.
Lehre uns, jeden Tag die Umstände, unseres Menschseins anzuziehen
Wie ein Ballkleid, das uns alles an ihm lieben lässt
Um deinetwillen, wie unentbehrlichen Schmuck.
Gib, dass wir unser Dasein leben
Nicht wie ein Schachspiel, bei dem alles berechnet ist,
Nicht wie einen Wettkampf, bei dem alles schwierig ist,
Nicht wie einen Lehrsatz, bei dem wir uns den Kopf zerbrechen,
Sondern wie ein Fest ohne Ende, bei dem man dir immer wieder begegnet,
Wie einen Ball,
Wie einen Tanz,
In den Armen deiner Gnade,
Zu der Musik allumfassender Liebe.
Herr, komm und lade uns ein. (Madeleine Delbrêl)
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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