
Freitag, 29. Mai
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Etwas goldener Staub
Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt. Dieser Satz stammt von Joseph Beuys. Er stand am Anfang einer Erkundung „hinter den Kulissen“ im Frankfurter Hauptbahnhof, an der ich diese Woche teilgenommen habe. Beuys hat diesen Satz in einem Interview gesagt, um deutlich zu machen, dass es keinen erhabenen Ort geben muss für die Kunst und darüber hinaus. Mysterien sind Orte, wo einem das Geheimnis des Seins näher ist, man damit in Kontakt kommt. In der Tat kann der Bahnhof mit seinen Aufbrüchen und Ankommen, Abschied und Wiedersehen, Unterwegssein mit und ohne Ziel, ein solcher Ort sein. Nicht nur architektonisch sind Hauptbahnhöfe Kathedralen.
Ein Impuls
Dem Geheimnis auf der Spur. Auflösen kann ich es nie, doch in Kontakt kommen schon. Man könnte den Satz von Beuys auch so formulieren: Es geht um Gottesorte im Alltäglichen und im Besonderen. Was sind dir Gottesorte? Dort finden die Mysterien statt.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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