
Samstag, 23. Mai
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Etwas goldener Staub
Ich fahre mit der Straßenbahn in den Frankfurter Westen, wo ich aufgewachsen bin. Lang zieht sich die Mainzer Landstraße hin. Von den vielen Autohäusern, die sie einst säumten, sind kaum welche übriggeblieben. Eines nahm einen ganzen Block ein. Nun ist es abgetragen und eine riesige brachliegende Fläche liegt dort. Erstes Grün und ein paar Birken besiedeln den Schutt. Ein Lost Place, der Erinnerungen wachruft. Als Kinder haben wir auf solchen Flächen gespielt. Die Wohnblocks waren schon bezogen, die Freiflächen noch nicht hergerichtet. Es war ein Abenteuerland, wahlweise der Wilde Westen oder eine Pirateninsel, wo es immer etwas zu entdecken gab. Hässlich kam es uns nicht vor. Ich sehe die Brachfläche an der Mainzer mit anderen Augen.
Ein Impuls
Ein Blick auf die vergangene Woche: Wo gab es blühende Momente? Was ist liegengeblieben? Was liegt brach? Mit dem Heiligen Geist auf Entdeckung gehen und das Schöne im Schotter entdecken. Auferstehung geschieht auch inmitten von Trümmerblumen.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Wasser: Wasser ist Leben. Trinke bewusst etwas Wasser und spüre dem Geschmack nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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