22.5.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast von Ostern bis Pfingsten

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Etwas goldener Staub

Maria Magdalena hält Jesus für den Gärtner. Warum eigentlich? Nadia Bolz-Weber, amerikanische Pastorin, schreibt dazu, dass Jesus noch die Erde aus dem Grab unter den Fingernägeln gehabt habe. Und weiter: „Auf den Kirchenbildern der Auferstehung ist natürlich nie Dreck unter den Fingernägeln zu sehen. Dort sieht er eher aus wie ein Engel ohne Flügel als wie ein Gärtner. … Meine Erfahrung dagegen ist, dass der Gott von Ostern ein Gott mit Dreck unter den Fingernägeln ist. … Gott greift immer wieder hinunter in den Dreck des Menschseins und lässt uns auferstehen. … Er liebt uns zurück ins Leben.“ (Nadia Bolz-Weber: Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen).

Ein Impuls

Ein querstehender Gedanke und auch querstehende Formulierungen. Sie erden die Auferstehung und damit das Leben. Alltäglich geschieht das jetzt nach den Eisheiligen, wenn gepflanzt wird und sich das Beet verwandelt. Die Erde unter den Fingernägeln kann ganz schön hartnäckig sein. Gott pflanzt in unserer Lebenserde und sie bleibt an ihm haften. So geschieht Auferstehung.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.