
Montag, 6. Juli
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Etwas goldener Staub
Es gibt Wege, die geht man so regelmäßig, dass sie gar nicht mehr auffallen. Mein Weg zum Quartierssupermarkt ist ein solch bekannter Weg. Jetzt aber gehe ich ihn anders. Ich wechsele die Straßenseite, weil ich nicht zum Supermarkt, sondern noch etwas weiter gehen möchte, das ist alles. Doch sehe ich auf einmal Einzelheiten, die mir noch nie vorher aufgefallen waren. Wie auch, ich habe ja immer die Häuser auf der anderen Seite gesehen. Diese Gründerzeitfassade sehe ich neu und das Haus aus den 50er Jahren daneben auch. Ich entdecke Hinterhöfe, in denen kleine Häuschen stehen und noch so einiges mehr. Was ein einfacher Wechsel der Straßenseite bewirken kann.
Ein Impuls
Durch eine kleine Änderung habe ich etwas Gewohntes neu gesehen. Ich nehme es als Hinweis, dass auch das, was bekannt und kaum noch auffällt, was einfach da ist, immer noch Unentdecktes bergen kann. Vielleicht gibt es heute solch eine Entdeckung, auf der Straße, zu Hause, oder auch beim gewohnten Gebet.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiger Atem: Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie du ausatmend etwas lassen kannst.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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