
Donnerstag, 14. Mai
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Etwas goldener Staub
Ich komme am Frankfurter Hauptbahnhof an. Die Leute strömen aus dem Zug und viele eilen schnellen Schrittes weiter, obwohl wir diesmal sogar vor der Zeit angekommen sind. Mitten in dem Gewusel geht mein Blick nach oben, weil etwas Ungewöhnliches meine Aufmerksamkeit gefunden hat: Am großen verglasten Bogen des linken Empfangsgebäudes klettern Menschen. Wie Spiderman bewegen sie sich auf und ab. Später lese ich in der Zeitung den Grund. Am Hauptbahnhof wird Frühjahrsputz gemacht und auch die Fenster werden gereinigt.
Ein Impuls
Einen so großen Bahnhof zu putzen ist eine Herkulesaufgabe, wenn es überhaupt möglich ist. Doch ganz unmöglich ist es nicht. Die Kunst besteht darin, irgendwo anzufangen. Das gilt auch für das geistliche Leben. Das ist nie fertig. Das muss auch nicht auf Hochglanz poliert werden. Perfekt sein muss es auch nicht. Es reicht, immer wieder anzufangen und dranzubleiben, dem Leben und der Liebe zu folgen. Das zumindest ist Gottes Herangehensweise, dass wir das Leben in Fülle haben.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Außen: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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