11.5.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast von Ostern bis Pfingsten

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Etwas goldener Staub

Wenn man zur S – Bahn und U – Bahnstation Konstablerwache geht, ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Abstieg. Tief unter der Erde liegen die Gleise. Im Zwischengeschoss darüber eine weite Fläche mit Geschäften im fahlen Licht der künstlichen Beleuchtung. Im Selbstbedienungscafé sitzen vornehmlich Männer. Da ist der Obstverkäufer, der seine Ware anpreist; der Obdachlose, der nirgendwo hinwill, Menschen, die rennen, um die Bahn zu bekommen. Am Bahnsteig unten stehen sie in Gruppen zusammen. Der Blick geht auf die Anzeige, wann der Zug kommt. Sich fügen, wenn er sich verspätet und sich wundern, wenn er pünktlich kommt.

Ein Impuls

Es gibt wirklich schönere Orte als die Konstablerwache. Und dennoch: In all dem ist Gottes Gegenwart. Nicht mit einem Gleichheitszeichen, sondern in dem Bewusstsein: du, Gott, du willst auch hier sein, an diesem Unort.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiger Atem: Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie du ausatmend etwas lassen kannst.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.