13.5.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast von Ostern bis Pfingsten

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Etwas goldener Staub

Eine Verheißung erwartete mich, als ich nach einer Woche zurückkam. Die Erdbeere, die ich auf dem Balkon gepflanzt hatte, trägt eine große Blüte und andere knospen schon. Das lässt auf Früchte hoffen. Seit gestern jedoch ist es spürbar: In dieser Woche sind die Eisheiligen. Sie waren Märtyrer des 3. und 4. Jahrhunderts. Berühmt erlangt haben sie durch ein Wetterphänomen, das im Mai auftreten und nochmals Frost bringen kann. Sie gehen in diesem Jahr bis Freitag, da ist die „Kalte Sophie.“ Empfindlich kühl ist es geworden. Doch immerhin friert es nicht. Ich freue mich weiter auf frische Erdbeeren.

Ein Impuls

Die Erfahrung, dass die Ernte bedroht sein kann durch widriges Wetter, hat sich mit den Heiligen verbunden. Sie, die in der diokletianischen und anderen Verfolgungen ihr Leben gelassen haben, haben vielleicht andere Themen als das Wetter. Doch bei beidem geht es um das, was leben lässt. Sei es die Ernte, sei es letztlich das Leben, das nicht mehr genommen werden kann. So zieht das Leben eine kleine Spur von Goldstaub.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Innen: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.