
Dienstag, 12. Mai
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Etwas goldener Staub
Es kündigte sich an. Am Sonntag bin ich abends von meinen Exerzitien zurückgekommen. Bei ruhigem Landregen bin ich aufgebrochen, bei der Ankunft in Frankfurt war es trocken. Ich staune, wie sehr die Natur in einer Woche gewachsen ist. Veränderungen zeigen sich manchmal nur mit Abstand. Dann, am Abend, nehme ich diesen besonderen Duft wahr, der mit seiner Feuchtigkeit ankündigt, dass Regen in der Luft ist. Der Regen kündigte sich an.
Ein Impuls
Mir kommt ein Gleichnis Jesu in den Sinn. Hier ist es nicht der Regenduft, sondern die Blätter kündigen etwas an: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Der Duft des Reiches Gottes, seiner Gegenwart jetzt, liegt in der Luft. Mal mehr, mal weniger deutlich, oft überlagert von vielem anderen und doch da. Auf die Hinweise von Gottes Gegenwart achten.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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