
Freitag, 1. Mai
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Etwas goldener Staub
Heute ist Tag der Arbeit und das Fest des Heiligen Josefs, des Arbeiters. Teresa von Ávila, schreibt in ihrer Autobiographie „Das Buch meines Lebens“, wie sie die Verehrung des Heiligen Josef entdeckte. Er schenkt ihr Goldstaub: „Am liebsten möchte ich alle überreden, diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich oft die Erfahrung gemacht habe, wieviel Gutes er von Gott erlangt … Ich glaube, es sind schon einige Jahre her, dass ich ihn jedes Jahr an seinem Festtag jeweils um etwas Bestimmtes bitte, und ich sehe, dass es immer erfüllt wird. Wenn meine Bitte ein wenig verschroben ist, rückt er sie zu meinem größeren Wohl zurecht.“
Ein Impuls
Teresa berichtet von ihrer Erfahrung. Sie macht Werbung für den Heiligen Josef, doch muss es nicht für alle passen. Vielleicht passt auch nicht die Heilgenverehrung. Doch ihre große innere Freiheit, die passt auch in die heutige Zeit. Teresa weiß, was sie will, und das äußert sie, vor den Menschen und vor Gott, entweder direkt oder über den kleinen Umweg der Heiligen. Sie weiß auch, dass ihre Bitten nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. Wenn die Erfüllung anders aussieht, ist sie nicht beleidigt, sondern sieht darin auch eine Spur von Gottes treuer und sorgender Liebe. Gott ist treu. Der stille Josef gab auf seine Weise ein Zeugnis dafür.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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