13.3. Resonanz. Der Blog in der Fastenzeit

Montag, 13. März

Audio

Ein Klang

Es ist Sonntagnachmittag und ich sitze in einem kleinen Café in Bornheim. Der Blick schweift aus dem Fenster, Passanten sind unterwegs, ohne die Hektik des Einkaufens und Erledigens. Von den Nebentischen dringen Gespräche in verschiedenen Sprachen herüber. Das Ganze ist eine eigene Symphonie des Innehaltens.

Ein Impuls

Heute ist wieder Montag. Die Woche besteht nicht nur aus Sonntagen. Das ist auch gut so, denn sonst würde vor lauter Entspanntheit vermutlich nur Weniges vorangehen. Das ist wie in der Musik: Wenn sie ohne Pausen gespielt wird, ist sie atemlos, wenn sie ohne jene kleinen Verzögerungen im Tempo und den Änderungen in der Lautstärke gespielt wird, ist sie leblos. Wenn aber nur noch verzögert wird, dann schleppt die Musik und zieht sich. Wie mag die Symphonie dieses Montags klingen? Wo hält sie inne, wo verlangsamt sie ein ganz klein wenig, oder wird schneller? Und wo ist eine Fermate, eine Pause, sozusagen ein kleiner Sonntagsmoment?

Klangraum. Der Weg in die Gegenwart

Der Blick: Worauf fällt jetzt mein Blick? Dieses für eine Weile anschauen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Die Litanei der Gegenwart Gottes

Und deine Ohnmacht ist stärker als Menschen.
Wer bist du, Gott? Wie ist dein Name?
Heiliger Gott, unsterblicher Gott.
Sei hier zugegen, lass uns nicht sterben.
Gott was ist ohne dich für mich der Himmel?
Gib deinen Namen uns, Zeichen des Lebens.

(Huub Oosterhuis, Die Litanei der Gegenwart Gottes)