Sommerzeit – Der Ferienblog

Dienstag, 3. August

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Der Text: „Der Lockruf“ von Silja Walter
Der Lockruf

Bunte Wasservögel spielen
Zwischen Rohr und Binsenstielen.
Kommt die Königin gegangen,
Will sich Wasserlilien fangen.
Schüttelt Falter und Libellen
Aus Papyrusblütenschellen,
Löst zum Bad die feinen Ketten
Ihrer seidnen Sandaletten
Und fängt leise an zu singen, –
Denn in Schilf und Stengelschlingen
Liegt ein süßes, kleines Kind. 

Ein Impuls
Ein einfaches Reimschema und der eingängige Rhythmus führen durch das Gedicht, das ein wenig wie ein Kinderlied daherkommt. Da gibt es eine bunte und bewegte Idylle am Wasser, es ist warm genug, um zu baden. Eine Prinzessin tritt auf, eine märchenhafte Szenerie. Alles ist schön, zart und fein, bis zur letzten Zeile, süß und klein. Doch das letzte Wort stellt sich quer, es passt nicht zum Reimschema. Die letzte Zeile ist entweder zu viel oder unvollständig. Sie lässt an Mose denken, der im Schilf von des Pharaos Tochter gefunden wurde. Der Lockruf zum Abenteuer mit Gott greift den Alltag auf und gibt ihm eine eigene Richtung. Oder anders gesagt: Gottes macht sich seinen eigenen Reim drauf.

Der Weg in die Gegenwart
Das Gedicht lesen und bei dem Wort oder Bild verbleiben, das deine Aufmerksamkeit erlangt.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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