Lukas – Tagebuch eines Landarztes (30.6.2021)

Mittwoch, 30. Juni

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Der Text: Lk 6, 24-26
Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Ein Impuls
Im Kontrast zu den Seligpreisungen stehen die Wehrufe. Sie alle kreisen um eine Versuchung, die so groß ist, dass man die Seligkeit verfehlen kann, ohne es zu merken. Das ist das Tragische daran und vielleicht deshalb ist Jesus an dieser Stelle sehr deutlich: Weh euch! Er will aufrütteln, nicht verdammen. Die Versuchung liegt darin zu meinen, schon alles erreicht zu haben, zu meinen, auf der sicheren Seite zu sein und sich nichts mehr zu erwarten. Dann wird irgendwann die Seele fett und träge und vergisst ihre Sehnsucht, die Sehnsucht nach dem „Mehr“. Ob du das nun liest oder hörst als das Mehr mit einem H geschrieben oder als den weiten Ozean, ist eigentlich egal. Denn beides führt aus der engstirnigen Zufriedenheit in die Weite.

Der Weg in die Gegenwart
Der Sehnsucht nach dem Mehr/Meer nachspüren.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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