lebensfarben – Der Blog zur Osterzeit (15.4.21)

Donnerstag, 15. April

Audio

Die Farbe: violett
… wie die Nachtviolen von Schubert und Mayrhofer.

Ein Impuls
Franz Schubert hat 1822 das Gedicht von Johann Baptist Mayrhofer mit einigen Textänderungen vertont. Die Nachtviolen, die ihren Duft erst bei Einbruch der Dunkelheit verströmen und unscheinbar blühen, hat er sozusagen mit Musik gemalt. Dabei ist aber nicht einfach ein Abbild entstanden, sondern die ganze Szene des Abends wird lebendig, in ihrer Melancholie, Stille und Einfachheit. Da ist eine „heilige Verbindung“, zu etwas oder jemand, das größer ist. „Unaussprechlich, unbegriffen“ fährt Mayrhofer fort. Schubert hat diese Zeile nicht vertont, doch im ausklingenden Lied ist diese Unbegreiflichkeit zu ahnen, die Momenten innewohnt, wo wir angerührt sind und keine Worte dafür haben.

Der Weg in die Gegenwart
Einfach in den Tag lauschen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Die Musik
Nachtviolen, von Franz Schubert, gesungen von Christoph Prégardien, am Klavier Andreas Staier.

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