Zu Tisch – Ein Intermezzo (13.1.2021)

Mittwoch, 13. Januar

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Die Zutat: 1/2 Würfel Hefe

Der Text: Jer 48, 11 und Zef 1, 12
Ungestört war Moab von seiner Jugend an, ruhig lag es auf seiner Hefe. Es wurde nicht umgeschüttet von Gefäß zu Gefäß: Nie musste es in die Verbannung ziehen. Darum blieb ihm sein Wohlgeschmack erhalten, sein Duft veränderte sich nicht.

 Zefania: In jener Zeit wird es geschehen: Ich durchsuche Jerusalem mit der Laterne und suche die Herren heim, die dick geworden sind auf ihrer Hefe, die in ihrem Herzen sagen: Der HERR wirkt weder Gutes noch tut er Böses.

Ein Impuls
Zum Backen wurde Sauerteig verwendet. Hefe wurde für besondere Weine verwendet. Sie mussten ruhen, um ihren Geschmack zu entfalten Dieses Bild nimmt Jeremia auf: Moab ist nie überfallen worden und konnte sich entfalten. Zefania gebraucht ebenfalls das Bild der Hefe, deutet es aber anders: Als Teilnahmslosigkeit am Schicksal der anderen und als Selbstgenügsamkeit. Hefe ist ambivalent. Sie braucht die Zeit zum Gehen, das kann im übertragenen Sinne Zeit des Sammelns und der Einkehr sein. Wenn diese Einkehr den Kontakt mit dem Hier und Jetzt verliert, verliert sie auch den Kontakt mit dem Ewigen. Dann wird die Seele dick und aufgeblasen. Wenn sie aber das ganze Leben durchwirkt, dann bekommt dieses Leben Geschmack. Actio und Contemplatio, Beten und Handeln, gehören zusammen.

Der Weg in die Gegenwart
Dem nachspüren, was dir Wohlgeschmack ist.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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