
Dienstag, 13. Oktober
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Etwas goldener Staub
Der Sonnengesang des Franz von Assisi: Laudato si’, mi’ signore, per frate focu,
Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Feuer,
durch den du die Nacht erhellst.
Ein Impuls
Am Lagerfeuer sitzen und einfach in die Flammen schauen, oder vor dem Kamin, in dem die Flammen lodern und vielleicht einige Kastanien oder auch Brot geröstet werden: Ein offenes Feuer nimmt einen in den Bann. Ich zumindest kann einfach dasitzen und in die Flamme schauen. Dem Faszinierenden ist zugleich ein Schauer beigesellt, das Tremendum Faszinosum, denn das Feuer hat auch eine unbändige, nicht kontrollierbare Macht. Gotteserfahrungen können – nicht müssen – eine ähnliche Dynamik haben. Die Seele zittert und ist zugleich ganz geborgen. Diese Erfahrung durchzieht die Geschichte der Spiritualität wie ein roter Faden. Der Prophet Jeremia zum Beispiel: „Du hast mich betört, o Gott, und ich ließ mich betören.“ (Jer 20)
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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