Gottes Ort (9.11.2020)

Montag, 9. November

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Der Ort: Ex 3, 4-5 in den Wallanlagen von Frankfurt
Als der HERR sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.

Ein Impuls
Die Wallanlagen sind ein grünes Band, das dem Verlauf der alten Stadtbefestigung folgt. Es ist eine kleine grüne Oase mit Spielplätzen, alten Bäumen, Wasserspielen und Wiesen. Beim Sonntagsspaziergang mit einem befreundeten Ehepaar dachte ich: Das hier ist heiliger Boden. Auf dem heiligen Boden treten Mose und Gott in eine besondere Beziehung. In gewisser Weise geschieht das auch durch die Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die ein wenig Zeit und Gedanken miteinander teilen, zusammen unterwegs sind, den Boden unter den Füßen spüren und über sich den Himmel, und wo so Beziehung geschieht. Wie gut, dass es solche Räume gibt, sogar mitten in der Stadt.

Für hier und jetzt
Nimm in den Blick, mit wem du alles in Beziehung bist, vielleicht freut sich jemand über einen Gruß.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Lebendiger Gott,
In diesen ungewöhnlichen Zeiten,
wo Berührung vermieden
und das Lächeln versteckt wird,
lass uns spüren,
dass Du unser Leben berührst.

Möge Dein Heil und Frieden
uns in Körper, Seele und Geist erneuern.
Halte ein tiefes Lächeln
in unseren Herzen.
(Chris Polhill, Iona prayer circle, Übersetzung: Peter Lincoln)

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