Gottes Ort (8.11.2020)

Sonntag, 8. November

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Der Ort: Ex 3, 2-5
Der Engel des HERRN erschien dem Mose in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Er schaute hin: Der Dornbusch brannte im Feuer, aber der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht? Als der HERR sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.

Ein Impuls
„Komm nicht näher heran!“ Diesen Satz hören wir heute vielleicht mit anderen Ohren. Doch Gott will Mose nicht fernhalten, um sich selbst zu schützen, sondern um Mose zu schützen. Nur bis zu einem gewissen Grad kann der Mensch Gott nahe kommen. Aber die Nähe, die möglich ist, die genügt. Der Boden ist heilig, durch die Anwesenheit Gottes. Heiliger Boden, deshalb die Schuhe ausziehen. Das ist ein Zeichen von Ehrfurcht. Es verbindet zugleich unmittelbar mit der Erde, lässt die Erde unter den Fußsohlen spüren. Wenn du die Erde unter den Fußsohlen spürst, ist der Himmel womöglich ganz nah.

Für hier und jetzt
Ein Gebet des Gebetskreises Iona, das unten abgedruckt ist und das ich ganz am Ende spreche.
Stell dich ohne Schuhe hin, spüre den Boden, spüre den Atem, und verweile einen Moment, ausgerichtet auf den Himmel, gegründet im Boden.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Living God,
in these strange times
where touch is denied
and smiles are hidden,
may we know your touch
on our lives.

May your healing and peace
renew us, body, mind and spirit,
keeping a deep smile in our hearts.
Chris Polhill, Iona prayer circle

Lebendiger Gott,
In diesen ungewöhnlichen Zeiten,
wo Berührung vermieden
und das Lächeln versteckt wird,
Lass uns spüren,
dass Du unser Leben berührst.

Möge Dein Heil und Frieden
uns in Körper, Seele und Geist erneuern.
Halte ein tiefes Lächeln
in unseren Herzen.
(Übersetzung: Peter Lincoln)

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