Markus. Ein Reisebericht (24.9.20)

Donnerstag, 24. September

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Tagebuch: Mk 14, 55-59
Die Hohepriester und der ganze Hohe Rat bemühten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu können; sie fanden aber nichts. Viele machten zwar falsche Aussagen gegen ihn, aber die Aussagen stimmten nicht überein. Einige der falschen Zeugen, die gegen ihn auftraten, behaupteten: Wir haben ihn sagen hören: Ich werde diesen von Menschenhand gemachten Tempel niederreißen und in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht von Menschenhand gemacht ist. Aber auch in diesem Fall stimmten die Aussagen nicht überein.

Ein Impuls
Die völlige Verdrehung eines Prozesses notiert Markus gleich zu Anfang: Sie bemühen sich um Zeugenaussagen, die für ein Todesurteil taugen. Die Zeugen sollen allein den Standpunkt der Elite bestätigen, um Wahrheit und gerechte Urteilsfindung geht es nicht. Es gibt auch welche, die bereitwillig aussagen, aber ihre Meinungen stimmen nicht überein. Jesus schweigt. Es ist, als ob er gar nicht da wäre und in gewisser Weise stimmt das auch: Es geht nicht um ihn und seine Botschaft, sondern um die Sicherung dessen, was ist. Da sind sie in einer Blase gefangen. Merkwürdig aktuell mutet mir das an, wenn ich mir so manche Diskussion heute anschaue.

Für hier und jetzt
Nicht den eigenen Standpunkt einfach aufgeben, aber einer Meinung, die du nicht teilst, eine Chance geben und sich fragen, was für sie spricht.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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