Markus. Ein Reisebericht (19.6.20)

Freitag,19. Juni

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Tagebuch: Mk 10, 46-48
Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!

Ein Impuls

Jericho liegt hinter ihnen. Sie sind wieder aufgebrochen, um hinauf nach Jerusalem zu gehen. Zu diesem Weg gehört Bartimäus, der Bettler. Das war keine beiläufige Begegnung, so wie man einen Vorübergehenden grüßt und wieder vergisst. Markus beschreibt ausführlich diese Begegnung. Sie wird uns die nächsten Tage begleiten, indem der Blick auf die Verben gelenkt wird, auf das Geschehen, das Markus aufschreibt.
Heute: hören, rufen, schweigen. Bartimäus hört, inmitten des Lärms um ihn herum, dass Jesus vorbei geht und er ruft. Das, was er wahrnimmt, hat eine Konsequenz: Jetzt ist seine Chance da. Dem steht das Schweigen gegenüber. Von ihm wird kein Schweigen verlangt, das sich besinnt, sondern eines, das eher Verstummen ist. Bartimäus hat die Kraft, weiter laut zu rufen.

Für hier und jetzt
Hören, rufen, schweigen: Möchtest du bei einem dieser Worte verweilen?

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

19-6-2020

 

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