gefragt 8.10.2018

Audio: Text und Impuls

Der Text Mk 10, 47-52
Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

Der Impuls
Was soll ich dir tun? Ist das nicht offensichtlich, lieber Jesus? Der Mann ist blind. Das ist doch klar. Auf der äußeren Ebene ist es klar, auf der Ebene der Umstehenden, die doch wissen, was für Bartimäus gut ist, nachdem sie ihn vorlassen. Allein in dem Hin und Her, bis Bartimäus bei Jesus ist, wird schon deutlich, dass die Leute doch nicht so ganz genau wissen, was gut für Bartimäus ist. Der äußere Anspruch, die äußeren Vorgaben sind nicht immer richtig. Bartimäus weiß das, in seinem Inneren. Das möchte Jesus erreichen: Was soll ich dir tun? Bartimäus muss die Antwort selbst geben. Er möchte sehen können. Äußerlich, und es geschieht. Innerlich, und es geschieht, er erkennt Jesus und folgt ihm nach. Und du? Horche auf das Innen. Was erbittest du von Jesus, der dich fragt: Was soll ich dir tun?

Der Weg in die Gegenwart
Ein Gebet von Frere Roger: Jésus le Christ, lumière intérieure, ne laisse pas mes ténèbres me parler. Jésus le Christ, lumière intérieure, donne-moi d’accueillir ton amour; Christus, inneres Licht, lass nicht zu, dass das Dunkel zu mir spricht. Christus, inneres Licht, lass mich deine Liebe empfangen

1 Comment

  1. Für mich ist ganz wichtig an diesem Text, dass Bartimäus seinen Mantel wegwarf, bevor er dem Ruf Jesu folgte. Der Mantel steht für mich für das Alte, Belastende. Bartimäus braucht ihn nicht mehr, weil er sich Jesus anvertraut. Der wird ihm einen „neuen Mantel“ geben.

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