Himmelsbriefe

Audio: Text und Impuls

Der Text
Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.
13Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
14Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
15Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, /
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
16Denn in ihm wurde alles erschaffen /
im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
17Er ist vor aller Schöpfung, /
in ihm hat alles Bestand.
18Er ist das Haupt des Leibes, /
der Leib aber ist die Kirche. / Er ist der Ursprung, / der Erstgeborene der Toten; / so hat er in allem den Vorrang.
19Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, /
20um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, /
der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
(Kol 12,6-20)

Der Impuls
Dankt– damit beginnt das Gebet, der Kolosserhymnus. Es beginnt mit dem Lob Gottes. „Vater unser Himmel, geheiligt werde dein Name“, „Meine Seele preist die Größe des Herrn“. Dieses Gotteslob geschieht nicht, um sich bei Gott einzuschmeicheln. Was können wir ihm schon anbieten, das seine Größe irgendwie vermehren könnte? Das Lob Gottes hilft uns, Gott als Gott anzuerkennen. Mit dem Lob Gottes. Zugleich: es ist nicht unser Tun allein, sondern: Er hat euch fähig gemacht. Fähig zu loben, aber auch zu bitten, zu klagen. Welche Situation ist jetzt dran?

Der Weg in die Gegenwart
Für heute: Verweile bei dem Wort, Satz oder Gedanken aus dem Kolosserhymnus, der dich anspricht.

5 Comments

  1. Mich spricht leider nichts an aus dem Kolosserhymnus. Wenn ich es genau nehme, spricht Paulus mich gar nicht an. Einzig und alleine spricht mich Jesus an. Paulus hat für mich persönlich schon die Lehre Jesu verzerrt. In meinen Augen fließt in seinen Briefen zu viel Eigenes mit ein, was aufgrund seiner eigenen Probleme mit sich selbst zu Stande kam. Dies zieht sich für mich durch die ganze Geschichte der Christenheit. Von Paulus über Augustinus bis zu heutigen Gruppen von Klerikern, die diese Linie verfolgen. Dies ist eine Linie von vielen. Für mich gibt es nur eine Linie. Die, die immer wieder neu bei Jesus ansetzt !

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  2. Mir ist noch etwas eingefallen, wo mir Gott in Rom am nächsten war.
    Bei einer Umarmung einer Pfarrei-Schwester in den vatikanischen Gärten, als wir zuvor Leid und Freud teilten, anstatt nur der Führerin an den Lippen zu kleben.
    Gott begegnet uns in der Zwischenmenschlichkeit am Meisten. Jesus sagte, was ihr einem meiner Geringsten tut, tut ihr mir. In unserem Gegenüber ist er anwesend. Was wir unseren Mitmenschen tun, ist höchstes Gotteslob und Preisen.

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