Als hätt der Himmel die Erde still geküsst 4.8.2018

Audio: Text und Impuls

Das Gedicht: Paul Gerhardt. Befiehl du deine Wege Str. 3-4
3) DEIN ewge Treu und Gnade,
o Vater, weiß und sieht,
was gut sei oder schade
dem sterblichen Geblüt;
und was du dann erlesen,
das treibst du, starker Held,
und bringst zum Stand und Wesen,
was deinem Rat gefällt.

4) WEG hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir’s nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.

Der Impuls
Gott unterscheidet gut und schlecht, dem Guten gibt er Bestand: „und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt“. Gott hat die Möglichkeiten dazu: „Weg hast du allerwegen“, er wirkt, was dem Menschen dient: „Wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.“ Gott will das Heil, nicht das Unheil. Manchmal freilich erscheint die Wirklichkeit ganz anders: Unheil statt Heil. Paul Gerhardt kannte das nur zu gut, am Ende des dreißigjährigen Krieges. Auch Ps 37 weiß um die Übeltäter und Frevler. Davor müssen die Augen nicht verschließen, aber auch nicht dabei stehen bleiben. So kann eine Bitte des Vater Unsers eine besondere Bedeutung bekommen, angesichts des Unrechts, das es gibt, und vielleicht kann sie dich durch den Tag begleiten: Dein Wille geschehe.

Der Weg in die Gegenwart: Der heutige Abschnitt
Bei dem Wort, dem Satz, bei der Formulierung, die dich anspricht, verweile und komme den Tag über immer wieder einmal darauf zurück.

Audio II: Das ganze Gedicht

Befiehl du deine Wege

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