4.8.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Ich sitze im Schatten auf einer Bank im Park von Obernai. Ein paar Meter weiter steht eine zweite Bank, auf der eine Dame Platz nimmt. Sie kennt wohl viele Leute und grüßt beständig. Da setzen sich eine jüngere Frau und ein älterer Herr mit Rollator neben sie. Eine muntere Unterhaltung beginnt, wobei meistens die Dame spricht. Sie spricht Elsässisch, und mischt dabei munter Französisch hinein. Die andern beiden, wenn sie mal zu Worte kommen, machen es genauso. So verstehe ich mal ein Wort des Dialektes, mal ein Französisches und freue mich am Klang von beidem.

Ein Impuls

Bei verschiedenen Sprachen denken wir schnell an Babylon und die Sprachverwirrung. Dass es auch anders geht, hat das Trio im Park gezeigt. Es war eine Leichtigkeit und Souveränität in ihrer Unterhaltung. Vielleicht ist Babylon daran gescheitert, dass jeder nur noch seine eigene Sprache für richtig erachtete.

Verweilen in der Gegenwart

Der konkrete Ort: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.