
Donnerstag, 17. September
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Strassenkunst
Heute ist der Festtag einer besonderen Künstlerin, die ihrer Zeit weit voraus war und zugleich mitten in ihrer Zeit lebte. Sie war ganz in der Welt, weil sie um die Ausrichtung auf den Himmel wusste und daraus lebte. Durchflossen von der göttlichen Liebe, suchte sie Bilder, um zu beschreiben, was sich nicht beschreiben ließ. Hildegard von Bingen. Ein Gebet von ihr erzählt davon:
Wenn ich mit offenen Augen betrachte,
was du, mein Gott, geschaffen hast,
besitze ich hier schon den Himmel.
Ein Impuls
Ein Segen von Jan Richardson, inspiriert durch Hildegard von Bingen
Das Licht Gottes, um dich zu erleuchten,
das Feuer Gottes, um dich zu wärmen,
das Strahlen Gottes, um dich zu wecken in Geist und Ohr und Auge.
Mögest du dich selbst erkennen
geliebt und gesegnet von dem Gott, der dich sucht,
dich begehrt, dich beim Namen ruft.
Zwischen den Worten,
unter den Worten,
jenseits der Worte,
möge Gott dir begegnen
an den Orten,
die Worte nicht erreichen
Verweilen in der Gegenwart
In der Welt sein: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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