
Dienstag, 15. September
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Strassenkunst
Ich bin am Sonntag freiwillig durch den Regen gegangen, um die Wanderausrüstung zu testen. Der Regen hat mir insofern nichts ausgemacht, weil ich ja testen wollte, ab wann ich nass werde. Das war nach dem Starkregen im letzten Drittel der Fall. Andere hofften auf ein Nachlassen des Schauers. So hatte sich eine Familie am Spielplatz unter einem Dach versammelt. Die Erwachsenen waren im Trockenen, doch die Neugier der beiden Kinder trieb diese immer wieder etwas vor das Dach. Sie streckten die Hände aus, um den Regen wie in einer Schale zu sammeln.
Ein Impuls
Die Hände austrecken, um zu empfangen. Das ist zutiefst eine Gebetshaltung. Die eine Weise zu beten ist es, mit seinen Anliegen vor Gott zu treten und sozusagen zu berichten, was gerade anliegt, zu klagen oder zu danken. Die andere gleicht mehr den Kindern, die neugierig die Hände in den Regen streckten: Die Hände ausstrecken, ohne Erwartung, dass oder wie sie gefüllt werden, sondern einfach da sein mit der Neugier, was Gottes Geist wohl schenken wird.
Verweilen in der Gegenwart
Der konkrete Ort: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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