28.7.26 Strassenkunst – Blog und Podcast im Sommer

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Strassenkunst

Mittagsrast in einem kleinen Weiler irgendwo im Calvados. Die Gemeinde hat am Flüsschen, das durch den Ort fließt, ein paar Bänke aufgestellt. So lasse ich mich nieder mit meinem kleinen Picknick. Unweit erklingt Musik. Zwar ist der Künstler nicht auf der Straße, doch seine Musik wird bis zu mir und meinem Brot getragen. Mehrere Chansons begleiten die Mahlzeit. Ein bisschen wie Jacques Brel oder – die italienische Variante, die mir noch näher scheint – Paolo Conte. Einfache Gitarrenbegleitung und der Gesang ist mal gesungen, mal mehr gesprochen.

Ein Impuls

Um zu verstehen, worum es geht, reichte mein Französisch nicht. Ein Lied klang zornig in meinen Ohren, ein anderes erzählte wohl eine Geschichte. Wenn Worte und Sätze gesungen werden, bekommen sie einen anderen Klang oder sie erweitern ihren Klang. Wenn Tony in der Westside Story den Namen seiner Angebeteten singt, dann klingt dieses „Maria“ ganz anders, als wenn er einfach nur sagte: Ich liebe sie. Auch deshalb wird im Himmel gesungen, weil Worte allein nicht ausreichen. Vielleicht ist heute Gelegenheit für Gesang oder auch etwas summen oder brummen.

Verweilen in der Gegenwart

Der konkrete Ort: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.