26.6.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Die Fortsetzung

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Etwas goldener Staub

Ich bin in Rüsselsheim gestrandet. Die S Bahn Strecke ist irgendwie kaputt. Erst sitze ich in der vollen S 8, dann sollen wir umsteigen in die S 9. Da ist mehr Platz, dafür fährt sie auch nicht, sondern steht am Bahnhof. Wann es weitergeht, ist unklar. Nach 40 Minuten Warten rufen meine Freunde an, mit denen ich für später verabredet bin. Ich erkläre kurz die Lage und die Guten holen mich ab. Neben der Statue von Adam Opel warte ich, in einem Hof spielt eine Coverband den passenden Soundtrack: It Never rains in California.

Ein Impuls

Warten. In gewisser Weise ist dieser heiße Juni ein Advent, eine Zeit des Wartens und sich in Geduld üben. Das klappt nicht immer, aber manchmal doch. Außerdem ist Schnelligkeit keine Option bei dieser Hitze. Das Warten ist auch eine geistliche Haltung: Gott verfügt über seine Ankunft. Nicht nur an Weihnachten, auch jetzt. Im Gebet, im Alltag. Wie oft sagen die Prophetinnen und Propheten: Hier bin ich. Und warten auf Gottes Wort. Für heute: anwesende Gegenwart üben.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.