24.4.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast von Ostern bis Pfingsten

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Etwas goldener Staub

Ich nehme den Podcast und Blog bei mir zuhause auf und suche nach Möglichkeit eine ruhige Zeit dafür. Das ist nicht immer einfach in der Stadt, wo mal eine Vespa vorbeiknattert, ein Flugzeug brummt oder dem Nachbarn etwas auf den Boden fällt. Meistens gelingt es, dass nur ein Hintergrundrauschen da ist. Gestern setze ich mehrfach an, immer ist etwas.  Vielleicht werde ich auch einfach aufmerksamer für die Geräusche drumherum: Das Radio von nebenan, Rumpeln auf der Straße, der Aufzug, das Zuschlagen einer Autotür. Es bleibt nur warten, dass es stiller wird.

Ein Impuls

Goldstaub kann auch mehr Staub als Gold sein. So wie die Hintergrundgeräusche in meiner Wohnung. Oder wie all die Zerstreuungen, die sich gerne beim Beten und Meditieren einstellen. Hier wie da hilft ein Befehl zur Stille nicht. Ich kann sie wahrnehmen, entscheiden, ob sie mehr Aufmerksamkeit brauchen, oder sie eben ziehen lassen und warten, dass es sich beruhigt. So wie bei der Aufnahme. Ich warte einfach etwas, bis es ruhiger wird. Das eine oder andere Geräusch ist dann noch da, doch stört es nicht. Auch im Staub der Zerstreuungen kann etwas Gold sein.

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Sehen: Gib der Welt Raum und schaue sie an, die große Welt und die kleine persönliche Welt, und bringe sie vor Gott.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.