29.1. Lukas. Tagebuch eines Landarztes

Sonntag, 29. Januar

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Der Text: Lk 18, 6

Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt!

Ein Impuls

Der Erzählfluss drängt voran und an dieser Stelle nicht weiterzulesen ist ein wenig wie in den Fernsehserien, die immer genau dann zu Ende sind, wenn es spannend wird. Lukas hat es aufgeschrieben, um weiterzulesen. Doch möchte ich gleichwohl bei diesem Satz Jesu innehalten. Es ist eine Aufforderung: Hört! Interessanterweise nicht auf die Erklärung Jesu, die folgt erst. Er legt – das ist nächste Folge – die Geschichte aus. Aber jetzt sollen sie hören, selbst aktiv werden. Hören auf diesen Menschen, dem nichts heilig ist, außer sich selbst, und der, weil er fürchtet schlecht wegzukommen, einer rechtlosen Frau zu ihrem Recht verhilft und etwas Gutes tut. Denke nicht daran, wie die Geschichte weitergeht, sondern jetzt: Was hörst du?

Der Weg in die Gegenwart

Einatmen. Weite spüren. Ausatmen. Loslassen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.